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12 Juli 2006

Tausche Atommüll gegen Veto

Das russische Parlament befürwortet Import von ausländischen Nuklearabfällen zur Endlagerung in Sibirien. Völlig einzigartig ist die Situation in Russland. Wenn die Welt der Meinung sei, man könne seinem Land Atommüll anvertrauen, dann bitte sehr, meinte Vladimir Tschuprow von Greenpeace- Russland ironisch.

Die Verhältnisse seien immerhin so demokratisch, dass einfach 600 000 Unterschriften auf Listen für einen Volksentscheid für ungültig erklärt wurden. Schon am Ufer des Karatschai-Sees könne man eine lebensbedrohliche Strahlendosis abbekommen. Der atomare Komplex sei in Russland ein Staat im Staate. Ein Minister entscheide darüber, ob das Land eine internationale Atommülldeponie werde. Die Entscheidung dafür sei längst gefallen. Nur das Zögern der US-Regierung wegen der russischen Lieferung von AKWs an den Iran und die Haltung der deutschen Regierung, die den Export ablehne, bedeute derzeit noch ein Hindernis.


Im Gegenzug für die Milliarden an Müllgebühren erwartet die USA von Rußland, daß es bei Sanktionen gegen den Iran im UN-Sicherheitsrat kein Veto einlegt, so hört man.

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